Neubearbeitung der Fassung von 1994 JAK/Kampnagel Hamburg aufgrund einer sich extrem verändert habenden Zukunft
„Wir narkotisieren die Zivilisation, denn sonst ertrüge sie sich selber nicht.“
Der Futurologische Kongress von Stanislaw Lem (veröffentlicht 1972) lädt uns in Gestalt des Zynikers Ijon Tichy zu einer Versammlung von Zukunftsgelehrten ein, die, anstatt konstruktive Zukunftsbilder zu entwerfen, Abwehrmaßnahmen gegen eben diese Zukunft entwickeln, ausgehend vom Grundproblem der „menschlichen Überbevölkerung“.
Doch die Zukunft liegt ganz woanders und die reale Gegenwart bricht über die Vortragenden herein. In den Bürgerkriegswirren ihres Gastlandes geraten die Kongressteilnehmer unter den Einfluss von chemischen Kampfstoffen: „Bomben menschlicher Brüderlichkeit“, die nicht mehr töten, sondern zur Güte zwingen. Der Kongress tanzt im Taumel glücksbringender Zukunftsdrogen.
Durch deren halluzinogenen Einfluss verstrickt sich Tichy in verschiedenen Realitäten: unfähig, zwischen Wirklichkeit und chemischem Wahn zu unterscheiden, rast er mit uns durchs All, verwandelt sich in einen Baum und landet als Scheintoter in der Tiefkühltruhe der Medizin.
Er erwacht schließlich in der PSIVILISATION, einer Ära des Gutseins. Die Hoffnung auf ein besseres Leben und düstere wissenschaftliche Prognosen fließen in seiner Phantasie zusammen und lassen ihn Welten erleben, unter deren schönem Schein ein Horrortrip lauert.
Dauer: 90 Minuten ohne Pause
Für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren



